Patient #1950
Elizabeth_Brown.png
ELizabeth Anna Brown
04. März 1979
Herculean Musculosis
● ●
10. Klasse
Alina kovalenko

frei

Durch die starke Ausprägung von Herculean Musculosis, besitz Elizabeth ungewöhnlich viel Kraft. Selbst ein vermeintlich leichter Schlag ihrerseits könnte eine Person verletzen.

+ Naturverbunden
+ Zuverlässig
+ Vorsichtig

- Launisch
- Nachtragend

- Ängstlich

Dadurch, dass Elizabeth ihre Zeit meist alleine verbringt ist es ein einfaches für sie ihren Tagesablauf gut zu strukturieren. So erledigt sie stets zuverlässig ihre Hausaufgaben, lernt mehr als es nötig ist und trainiert noch viel mehr. Sollte sie jedoch mal versagen oder etwas funktioniert nicht wie sie sich das vorstellt, reagiert sie sehr emotional – was sich insbesondere in plötzlichem weinen oder Wut zeigt. Das letzteres insbesondere für ihr Umfeld gefährlich werden kann, ist ihr durchaus bewusst, was nicht nur ständige Angst jemanden zu verletzten bei ihr auslöst, sondern auch die Abneigung etwas gegen ihre anhaltende Einsamkeit zu unternehmen.

Familie Brown führte schon seit Jahren ein absolut gewöhnliches Leben in einer absolut gewöhnlichen Kleinstadt in North Carolina. Hier in Wilson’s Mills kannte man seine Nachbarn und unterstützte sich. Aus Gartenparties entstanden häufig größere Ansammlungen von Menschen, doch all dies liebte die kleine Familie bestehend aus dem Ehepaar Klaus und Charlotte Brown und der Tochter Caroline. Klaus, welcher als Pastor arbeitete, war in dem verschlafenen Nest ein bekannter Mann. Charlotte, welche aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft und liebevolles Wesen sehr beliebt bei ihren Mitmenschen. Und Caroline? Das kleine Mädchen war ein wahrer Engel, der jeden um den Finger wickeln konnte. Die Geburt von Elizabeth am 04. März 1979 wurde jedoch nicht zu einem Augenblick der Freude, wie es sich Freunde der Familie bereits ausgemalt hatten. Statt freudenstrahlende Gesichter auf der Überraschungsfeier im Garten der Browns, empfingen Freunde und Nachbarn der Familie lediglich einen tiefbetrübten Ehemann, der seine neugeborene Tochter nach Hause brachte. Charlotte war nach Komplikationen bei der Geburt verstorben.


Trotz des schweren Verlustes bemühte sich Klaus stets ein guter Vater für seine beiden Töchter zu sein, wobei er auch immer auf die Unterstützung anderer zählen konnte. Ein Segen, wie er fand, weil er es alleine, laut eigener Aussage, nicht geschafft hätte solch wundervolle Mädchen aufzuziehen. Elizabeth entwickelte sich prächtig. Sie begann schon früh die Natur zu lieben und pflegte einen vorsichtigen Umgang mit Mensch und Tier in ihrer Umgebung, da sie selbst registrierte, dass sie gut zupacken konnte wenn sie nicht aufpasste. Dadurch blieb auch ihre Diagnose lange Zeit unerkannt, auch wenn Liz, wie sie meist genannt wird, im Laufe der Jahre mehr und mehr merkte, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Doch verheimlichte sie dies vor ihren engsten Freunden und auch vor ihrer Familie. Sie wollte niemanden beunruhigen oder als komisch abgestempelt werden.
Erst bei einem energiegeladenen Fußballspiel in der 9. Klasse Schule kam ihre schiere Kraft zu Tage, als sie auf das Tor spielte und der Torwart, der versucht hatte den Ball zu halten, sich aufgrund der Stärke des Schusses die Handgelenke brach. Was andere als einen Unfall abgestempelt hatten, versetzte Elizabeth derart in Angst ihre Mitmenschen zu verletzen, dass sie sich, kaum nach dem sie nach Hause gekommen war, in ihrem Zimmer eingeschlossen hatte. Schuldgefühle plagten sie – schließlich hatte sie ja gewusst, dass etwas nicht mit ihr stimmte und hatte dennoch ohne Rücksicht gespielt. Um zu testen wie viel Kraft sie tatsächlich besaß, hatte sie sich schließlich von kleinauf unbewusst zurückgehalten, griff sie nach einer stabilaussehenden Blumenvase und zerdrückte sie ohne Probleme in ihrer Hand. Jeder konnte eine Vase zerbrechen, nicht? Wie in Trance suchte sich Liz immer mehr Gegenstände. So zerriß sie ohne Probleme ein Lexikon in zwei, zerbrach einen der breiten Holzpfosten ihres Himmelbettes und schlug ein Loch in die Wand. Ein komplettes Loch. Von dem Lärm angelockt, klopfte ihr Vater, der gerade nach Hause gekommen war, an die Zimmertür. Obwohl sie diese einfach nur hatte öffnen wollen, riss Elizabeth diese aus den Angeln – was ihren Vater mindestens genauso entsetzte.
Nur ein Tag nach diesem Vorfall fand sie sich auf dem Weg nach Serenity Sanctuary, ein Ort, welcher ihr von einem Arzt empfohlen wurde, nach dem sie alles geschildert hatte. Ihr Vater, der anfänglich dagegen gewesen war sie so weit wegzuschicken willigte schließlich aufgrund des Drängens seiner Tochter ein. Verabschiedet hatte sie sich nur von ihrer Familie, wohlgemerkt ohne die Umarmung zu erwidern.

Elizabeth fühlt sich weder in dem Bundesstaat Montana, noch in Serenity Sanctuary wirklich wohl. Es ist alles so anders als Zuhause, sie vermisst ihre Schwester und ihren Vater und obendrein fühlt sie sich auch ganz allein. Denn auch wenn sich hier noch mehr Menschen mit irgendwelchen Fähigkeiten (oder vom Teufel gegebenen Flüchen, wie Elizabeth mal ausgesprochen hatte), sehnt sich die junge Frau nach Normalität. Auch mit den anderen Patienten, die unter Herculean Musculosis leiden, konnte sie sich nicht wirklich anfreunden. Weil sie aufgrund ihrer starken Ausprägung und regelrecht zerbrochenen Selbstbeherrschung selbst diese verletzen kann.
Ihre Freizeit gestaltet Liz meist damit, dass sie trainiert, für die Schule lernt oder mit stundenlangen Spaziergängen in der Natur.