
Frei
Evie ist eins der intelligentesten Kinder am Sanctuary. Sie konnte bereits mit zwei Jahren fließend sprechen, lesen und schreiben, und sprach mit 7 bereits 12 Sprachen. Je älter sie jedoch wurde, desto mehr verlor sie den Bezug zur Realität, bis zu dem Punkt, dass man an manchen Tagen kaum eine sinnvolle Antwort von ihr bekommen konnte. Es scheint, als würde sie in ihrer eigenen Welt leben. Sie beendete zwar schon mit 12 die High School, wurde aufgrund ihres instabilen Zustands doch erst jetzt für ein Studium zugelassen.
+ naturbegeistert
+ verträumt
- apathisch
- zerstreut
- instabil
In ihren klaren Momenten ist Evie ein nettes, neugieriges Mädchen, das gerne lacht. In ihren weniger klaren Stunden scheint sie apathisch bis melancholisch, und spricht in Rätseln. Sie mag die Natur und hält sich gerne draußen auf.
Es war fast gespenstisch, wie still Eveline Goldstein als Baby war. Das einzige Mal, an das sich ihre Eltern Paul und Stella Goldstein, ein Ehepaar aus New York City, wahrhaftig erinnern können, war bei ihrer Geburt, am 26. September 1979, wo sie schrie und schrie und nicht aufhören wollte, als würde sie es schrecklich finden, nun Teil der Welt zu sein. Doch nach diesem Tag entwickelte sie sich zu einem ruhigen Kind, und ihre Eltern waren glücklich, dass sie mit einem so unkomplizierten Kind gesegnet worden waren. Ihre geistige Entwicklung lief so rasant voran, dass sie bereits im Alter von drei Jahren ernsthafte Unterhaltungen und Diskussionen führen konnte, wobei ihr Vater der einzige war, der sie wirklich ernst nahm. Evie bekam jedes Buch, für das sie sich interessierte, und Kurse für hochbegabte Kinder, denn Kinderärzte und Psychologen hatten Paul und Stella dringlichst empfohlen, ihr Kind zu fördern, ehe sich ihre Hochbegabtheit verflüchtigte, wie es bei so vielen Kindern geschah. Doch Evie wurde nur noch intelligenter und gebildeter, wenn auch stiller und in sich geehrter. Mit vier Jahren wurde bei ihr die Mutation Cerebral Enhancement festgestellt, und das Serenity Sanctuary vorgeschlagen, doch die Goldsteins sahen keinen Grund, ihre Tochter weg zu schicken, wenn sie genau so gut bei ihnen in New York bleiben könnte. In etwa diesem Zeitraum sollte Evie die Vorschule beginnen. Der Probetag lief jedoch gar nicht so, wie sich Paul und Stella das vorgestellt hatten. Evie weigerte sich, mit irgendjemandem zu reden, hockte den ganzen Tag in der Ecke, und begann zu weinen, wenn man sie berührte.
Ursprünglich hatten sie sich dazu entschieden, ihre Tochter bei sich zu behalten, und zur normalen öffentlichen Schule gehen zu lassen. Doch nachdem der erste Tag der Vorschule eine Katastrophe war, und auch die nächsten Wochen nicht besser wurden, nahmen sie Kontakt zu den Leuten aus dem Serenity Sanctuary auf. Nach einigem Hin und Her waren sie jedoch schlussendlich davon überzeugt, und registrierten Evie im Sanctuary. Hier fügte sie sich gleich viel besser ein, sie hatte Betreuer und Lehrer, die ihre Wünsche und Bedürfnisse gut kannten und sich daran anpassten, und nicht verlangten, dass Evie sich anpasse. Außerdem war sie hier in der Natur, etwas, was sie in der Großstadt nicht gewohnt war. Sofort war sie begeistert von der Pflanzen- und Tierwelt, und verbrachte Stunden allein im Freien.
Mit der Zeit wurde Evie immer instabiler und ihre klaren Momente immer seltener, doch sie wuchs in einem Umfeld auf, das ihr all das erlaubte und ihr dabei half, zurechtzukommen. Hier fand sie auch Freunde, insbesondere die Kinder aus ihrem Schlafsaal, und kann ihre Neugier mit den Unmengen an Wissen, die unter dem Dach des Sanctuary versammelt sind, stillen.