Patient #1243
Miles_Garcia.jpg
Miles García
25. Februar 1981
Hypersensory Syndrome
● ● ◐ ○ ○
9. klasse
Lucas Jade Zumann

Frei

Miles hat sehr sensible Sinne, alles, was nicht Zimmerlautstärke und - lichtverhältnisse ist, stresst ihn sehr schnell. Er schafft es, ohne Schocks den Unterricht zu bestreiten, und lässt sich auch in seiner Freizeit nicht von seiner Diagnose abhalten, aber Sinneseindrücke, die ein wenig stärker sind als das Alltägliche, überfordern ihn ungemein. 

+ neugierig
+ aufrichtig
+ intelligent

- still
- zurückhaltend

- schüchtern

Miles war schon immer, unter Anderem aufgrund seiner Diagnose, sehr zurückgezogen und beschäftigt sich lieber mit sich selbst. Er ist ein nachdenklicher, wissensdurstiger Junge, der trotz seiner Schüchternheit den Drang hat, zu forschen und sich mehr Wissen anzueignen. In der Anwesenheit von vertrauten Freunden, insbesondere Colin Bishop, öffnet er sich auch und wird ein wenig mutiger, offener und manchmal sogar lauter. 

Miles García wurde am 25. Februar 1981 in einem Krankenhaus in San Antonio, Texas geboren. Er wuchs in einem Vorort der Stadt auf. Seine Eltern Leonora und Federico, die beide in den USA geboren und aufgewachsen waren, jedoch Wurzeln in Chile und Guatemala haben, kümmerten sich mit größter Zuwendung und Liebe um ihren Sohn, und beschlossen, nachdem Miles früh mit Hypersensory Syndrome diagnostiziert wurde, ihn trotzdem zuhause zu behalten und alles zu tun, damit es ihm so gut erging wie nur irgend möglich. Da sich auch vorher ihr Leben um ihren Sohn gedreht hatte, war die Umstellung nicht allzu mühevoll, nur mussten sie eben jetzt auf andere Dinge achten, als vorher. Zum Beispiel, ihre Stimme nicht zu erheben, die Jalousien mindestens halb unten zu behalten, oder das eine oder andere Gewürz beim Kochen weglassen, alles, damit der kleine Miles nicht überfordert werden würde. Er ging nur selten länger als nötig nach draußen, und auch der Kontakt mit anderen Kindern blieb ihm verwehrt. Miles machte das jedoch nicht viel aus. Er schaute sich viel lieber Bilderbücher an, hörte Hörspielkassetten auf der niedrigsten möglichen Lautstärke, und ging auf Entdeckungsreise im Garten. Als es jedoch Zeit wurde, dass Miles in die Schule kam, standen Federico und Leonora vor einer schwierigen Entscheidung — Miles konnte unmöglich zu den anderen Kindern in die erste Klasse gesteckt werden, ob auf einer staatlichen oder privaten Schule, er hielt es nicht einmal auf dem Spielplatz aus. Beide überlegten, ob es Sinn ergab, ihn selbst zuhause zu unterrichten, obwohl sie beide arbeitstätig waren und eigentlich den Wunsch für ihren Sohn hatten, über das hinaus zu wachsen, was seine Eltern geschafft hatten, was schwierig wäre, wenn er nur ihr Wissen mit auf den Weg bekommen würde. Also entschieden sie sich schweren Herzens, den sechsjährigen Miles in das Serenity Sanctuary zu geben, eine Option, die sie bereits seit einer Weile im Hinterkopf behalten hatten, jedoch nie als Maßnahme in Erwägung gezogen hatten. Es war jedoch die beste Entscheidung für ihren Sohn, der hier nicht nur zur Schule gehen konnte, sondern nach seinen Bedürfnissen behandelt wurde, und außerdem die Chance hatte, Freunde unter den anderen Patienten zu finden. Miles selbst ließ die Veränderung über sich ergehen, er nahm sie ohne Protest an, es dauerte jedoch eine ganze Weile, bis er sich im Sanctuary aus seinem Schneckenhaus traute. Er lebte sich jedoch bald ein, und fand Freunde in seinem Schlaftrakt — doch mit niemandem verstand er sich besser als mit Colin Bishop, einem Anasomniker aus seinem Jahrgang, der eigentlich sein genaues Gegenteil sein sollte. Doch während der stürmische Colin in Miles Gegenwart plötzlich einigermaßen ruhiger wurde, schaffte er es auch, den schüchternen Jungen dazu zu bringen, sich zu öffnen. Die beiden erkunden gemeinsam alle Ecken des Sanctuary, und treiben eine Menge Unfug. Gemeinsam ergänzen sie sich jedoch perfekt, und es ist immer ein bisschen seltsam, wenn sie nicht zusammen sind.